Gäste in unserer Sendung
Um mit Euch ein wenig über den musikalischen Tellerrand zu schauen, laden wir uns gerne
den einen oder anderen Gast in unsere Show ein. Das kann ein befreundeter DJ eines Klangspions sein,
ein Moderator aus einer anderen Show auf shouted.fm oder auch ein gänzlich unbekannter Newcomer.
Auf jeden Fall sind es Gäste, deren Sound uns besonders gefällt, welcher speziell ist und
den wir Euch nicht vorenthalten wollen.
In den nachfolgenden Zeilen stellen wir Euch deshalb unsere Gäste vor, geben Euch zusätzliche
Infos und weiterführende Links.
berthott
Wessen Anliegen es ist, berthotts musikalischen Werdegang nachzuzeichnen, dem muss bewusst sein, dass der Weg zu solch Genius niemals schnörkellos und ohne Blicke in den Abgrund
nicht nur des Künstlers, sondern auch der eigenen, zermarterten Seele vonstatten gehen kann. Wer dies Wagnis dennoch einzugehen willens und imstande ist, wird erfahren, dass nach
einer zweijährigen musikalischen Früherziehung, der junge berthott das Gymnasium in nicht mehr als vier Jahren absolvierte, um anschließend am Pariser Konservatorium zunächst
Kontrapunkt, dann auch Musiktheorie, Generalbass und Komposition zu studieren. Seine Mutter machte den sechs Jahre alten Spross bereits mit dem Werk Igor Fjodorowitsch Strawinskis
bekannt, dessen Einfluss sich deutlich in den polyrhythmisch treibenden Sets des Künstlers bemerkbar macht.
Wann genau berthotts Begeisterung für elektronische Tanzmusik ihren Anfang nahm, darum ranken sich die wildesten, Schweiß treibendsten und schauerlichsten Geschichten der Postmoderne:
manche behaupten, er habe des Nachts im Fiebertraume mit dem Teufel paktiert! Am nächsten Morgen befand sich ein mystisches Mal über seinem linken Handgelenk und er konnte wie von
Zauberhand den Plattenteller bedienen. Wieder andere sagen gar, eine Muse sei dahergekommen, nicht ganz Mensch, nicht Göttin, doch voller transzendentaler Schönheit. Jeder wäre erblindet
von dem übersinnlichen Scheine ihrer lichten Gestalt. berthott allein konnte in ihr Angesicht blicken und erlernte von ihr in sieben Tagen und sieben Nächten die Kunst des Platten-Mischens.
Der junge, aufstrebende Künstler verließ erst letzten Herbst den schützenden Schoß der überaus überschaubaren Trierer Clubszene, um nun im kargen Norden, jener Menschen verachtenden klimatischen
Unzone, asketisch über seine Kompositionen zu sinnieren. Wer sich den düsteren, schmerzhaft konvulsivischen Klängen dieses großen kühnen Geistes hingeben will, der sei willkommen geheißen zu
einem exklusiven Set und hiermit außerdem auf seine Internetpräsenz www.berthott.de hingewiesen.
Chris Maquun
Chris Maquun aus Franken ist ein junger, talentierter DJ, der aus sich herausgeht. Sein Name ist Programm und steht für brettharten Tool-Techno.
Er begann in 2007 mit dem Deejaying, damals noch mit Minimal und Electro-House. Besonders Minimal boomte zu dieser Zeit und wurde immer populärer.
Mit der Zeit hörten sich in seinen Ohren alle Releases gleich und wenig ansprechend an. Es gab also keinen Grund mehr für Ihn weiter diese Richtung zu spielen.
Getreu dem Motto
back to the roots hat sich Chris Maquun zurück auf den ursprünglichen, echten Techno besinnt. Gegen den Strom. Gegen die Masse.
Dafür aber teibend, emotional, tanzbar, einfach straight forward bei rund 140 BPM. Das ist sein Style.
Passend zum ursprünglichen Techno war und ist für ihn Vinyl
das Medium des DJ, gepaart mit moderner Timecode-Vinyl-Technologie.
In seinem Mixing spiegelt sich seine Persönlichkeit wider: präzise Cuts, schnelle Übergänge, Effektsalven. Alles, nur nicht langweilig.
Der eine oder andere von Euch kennt ihn schon von mth.Electro und mth.Club. Er war unter anderen zu Gast bei Michael Soltex (Technocity) und Pete Capone (Rolling Beats).
de:pot
Luftiger Schlag aus dem Nichts
Soviel sei gesagt: der Jäger sitzt auf seinem Hochsitz noch nicht allzu lang. Sein Ziel ist, die Waffe gerade zu halten und mit präzisen Schüssen ins Schwarze zu treffen.
Dabei sollte es nicht allzu laut knallen, damit die Tierchen im Wald der drei Schornsteine nicht ängstlich, sondern mit Spaß vom Leben davonrennen.
Denn es geht nicht darum, das Ziel zu erlegen. Es geht lediglich darum, die Tierchen zum Bewegen zu animieren. Man kann nämlich durchaus auch mit Platzpatronen ins Schwarze treffen.
Schussstil mit 3 's': minimal slow rave without much melody but Basswalze, und außerdem: Wenn Phallussymbole einstürzen...stürzt nicht die ganze Stadt!
Frank Riel
Wie verfasst man eine packende DJ-Biographie mit allen Infos die eine solche halt so braucht ohne, aber die immer gleichen Standard-Sätze wie zum Beispiel
"Er wurde 1979 im Sternzeichen Wassermann, Aszendent Wildsau geboren", oder "schon in jungen Jahren war er ein richtiger Musik-Junkie, spielte im zarten Alter von 5 Monaten bereits Flöte..."
Mit diesen Worten beginnt die Biographie von Frank Riel aus Luzern (CH), die wir hier nur auszugsweise wiedergeben können.
Frank hat sich von so ziemlich jeder Musikrichtung, die
irgendwann einmal up to date war, beeinflussen lassen. Sei es Kommerz in der Teenager-Zeit oder sexy Funk und HipHop im Alter von 18 Jahren, gepaart mit entsprechenden
Feten, die auch als Erstinfektion zum Ausbruch des DJ-Virus führten. Von anfänglichen Gehversuchen im Beat-Mixing mit Hilfe von House-Platten, trancelastigen
Parties wie "Heaven’s Gate" oder "Cyborg Trance" um die Jahrtausendwende herum über Umorientierung zu Techno und Detroit ist er dann bei deepen tribaligen Sound hängen geblieben.
Aber getreu dem Motto: "Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung.", wird er auch hier nicht stehen bleiben.
Im Laufe der Zeit ist er nicht nur in der Schweiz, sondern auch in Deutschland in diversen Clubs unterwegs gewesen. Auszug aus dem Reisetagebuch des DJ:
Bar23 in Berlin; Factory in Hannover; Club Stereo in Bielefeld; Alte Börse in Zürich; S-Bar in Luzern ...